Matthias MetlifeSeinen Amerika-Trip nutzt Matthias Mairhofer auch um die Amis auf die Football EM 2014 in Österreich aufmerksam zu machen. Nach dem Soldier Field in Chicago hat er nun einen Stopp am Metlife Stadium in New Jersey eingelegt.

Amstetten Thunder: Du hast dir im Metlife Stadium das Spiel der New York Giants gegen die Minnesota Vikings angesehen. Teil uns bitte deine Eindrücke mit!
Matthias Mairhofer: Das Metlife Stadium in New Jersey ist hoch modern, recht neu und gut organisiert. Auf dem riesigem Parkplatz wird vor dem Spiel ordentlich “tailgateing” gemacht. Man muss aber sagen im Vergleich zum Soldier Field in Chicago wirkt es etwas nüchtern und „kühl“. Von der Architektur und vom Aufbau ist das Metlife Stadium etwas vollkommen anderes.

Den Giants hat deine Anwesenheit augenscheinlich mehr Glück gebracht, als ein paar Wochen zuvor deine Unterstützung für die Chicago Bears. Wie war die Stimmung beim ersten Sieg nach sechs Niederlagen im Heimstadion der Giants?
Für die Giants war das quasi ein Pflichtsieg und das Spiel gestaltete sich wie man bei uns so schön sagt wie „Not gegen Elend“. Beide Teams sind aktuell nicht auf dem Niveau vergangener Jahre und machen viele Fehler. Nur manchmal blitzen die individuellen Qualitäten einzelner Spieler auf. Ansonsten war das Spiel von vergebenen Chancen und Fehlern geprägt.
Das sahen auch die Fans der Giants nicht anders und darum war das Stadium nur knapp zu 3/4 gefüllt. Mir wurde aber auch gesagt das bei Monday Night Games generell weniger los ist doch hier spielen auch die letzten Resultate eine Rolle.
Die Defense der Giants hat ihr Team immer wieder im Spiel gehalten und am Ende haben die Giants weniger Fehler gemacht als die Vikings und verdient, aber zu hoch gewonnen.

Nachdem du nun schon zwei Stadien besucht hast, welches ist dein Favorit und welche Stadien möchtest du noch besuchen?
Mich persönlich hat das Metlife Stadium schon beeindruckt mit den riesigen Videowalls und der überall präsenten Leuchtreklame. Doch am Ende siegt für mich ganz klar das Ambiente des Soldier Fields vor der Moderne. Man hat auch den Eindruck, dass in Chicago mehr Erfahrung und Herz in der ganzen Organisation rundherum liegt, aber das ist jammern auf sehr sehr hohem Niveau. In beiden Stadien war alles perfekt organisiert.
Interessant würde ich noch ein Stadion in warmen Gefilden wie San Francisco oder Miami finden. Dazu kommt es aber heuer nicht mehr, da ich mich ja eigentlich auf einem Businesstrip befinde und ich hier einfach meine Chance genutzt habe die NFL einmal live zu sehen.

Du bist nun schon über 1 Monat in den USA unterwegs. Wie hältst du dich fit und sorgst dafür, dass du für die Spiele der Amstetten Thunder und die nächste Saison gerüstet bist?
Das ist ein sehr schwieriger Punkt. Man möchte meinen hier sollte an jeder Ecke eine brauchbare Einrichtung zu finden sein. In dem Punkt muss ich sagen jein. Die Fitnessräume in den Hotels können natürlich nicht an ein echtes Studio heran. In echten Studios möchten sie einem dann immer nur teure Verträge verkaufen und sind sehr teuer wenn man nur auf einer täglichen Basis das Studio nutzen möchte.
Also habe ich mir mit dem vorhandenen und Bodyweight-Übungen geholfen. Über die Zeit ist mir natürlich einiges an Leistung, vor allem bei der Maximalkraft, verloren gegangen und ich habe auch etwas an Gewicht verloren. Doch auf der anderen Seite konnte ich mich gut erholen und kann jetzt, wenn ich wieder nach Hause komme meinen Körper „schrecken“ und hoffentlich dazu bringen noch mehr Leistung zur Verfügung zu stellen. Das wird schon ein paar Wochen dauern um wieder auf mein altes Niveau zu kommen, auf der anderen Seite war ich jetzt lange nicht so trainieren wie ich es gewohnt bin. Also ist die Vorfreude wieder riesig und die Motivation kann Berge versetzen.