Mit Gabriel Toth unterstützt ab sofort ein Mann mit jeder Menge Football Erfahrung unseren Coaching Staff. Nicht nur am Feld sondern auch als Coach bei den Steelsharks Traun weist er bereits einiges an Erfahrung auf.

Hier die Eckdaten seiner Coaching-Laufbahn (alles Steelsharks Traun):
2011: Defensive Coordinator, Linebacker-Coach
2012-2015: Headcoach, Defensive Coordinator, Linebacker-Coach (zeitweise auch Defensive Line und Defensive Backs Coach)
2016: Defensive Coordinator, Linebacker-Coach
2017: anfangs nur Linebacker-Coach, später in der Saison auch wieder Defensive Coordinator

Doch genug der Worte. Lassen wir Gabriel Toth sich doch einfach selbst vorstellen!

Gabriel Toth

©Harald Trausner

1. Bitte stelle dich selbst vor und sag ein paar Worte zu deinem Football Lebenslauf?
Ich heiße Gabriel Toth und bin 38 Jahre alt. Viele Freunde und Bekannte – wie auch ein paar der Thunder-Spieler, die ich schon länger kenne – nennen mich jedoch „Gabe“ (vom engl. Gabriel), ein mir nicht unangenehmer Spitzname, den ich von Christian Horner, einem meiner allerersten Football-Coaches damals bei den Linz Rhinos erhalten habe.

1994 habe ich begonnen, NFL zu schauen und wollte Football dann selbst Football spielen. Vom Sportamt in Linz habe ich die Telefonnummer von Gery Stadlbauer (damaliger Headcoach der Linz Rhinos) erhalten, ihn angerufen und dann mit Football begonnen.

Nachdem Linz jedoch keine eigene Nachwuchs-Mannschaft stellen konnte, bin ich 1995 mit ein paar meiner Kollegen (unter ihnen Alexander Bauer – jetziger Headcoach der Mostviertel Bastards) regelmäßig nach Kärnten gefahren um auch dort zu trainieren und die Junioren-Saison mit den damaligen Klagenfurt Jets zu spielen (Quarterback war damals Bernhard Kamber – auch ihn kennt man in Österreich, er ist immer noch Teil der Carinthian Lions).

Nach kurzer Zeit haben sich die beiden Linzer Teams Rhinos und Steelers zu einer Spielgemeinschaft unter dem Namen „Team Oberösterreich“ zusammengeschlossen. Hier habe ich mit 17 Jahren meine ersten Kampfmannschafts-Erfahrungen gemacht (damals als Starting Center) und anschließend zu den Linz Steelers gewechselt, weil es hier mehr Spieler im Nachwuchs gab, mit welchen ich mich noch dazu sehr gut angefreundet hatte.

Während der Junioren-Saison, die wir 1996 in Spielgemeinschaft mit den St. Pölten Invaders und 1997 dann selbstständig gespielt hatten, war ich als Center und Defensive End auf beiden Seiten des Balls am Feld, was in jener Zeit jedoch nichts Außergewöhnliches war. Kurz darauf hat sich für mich die Möglichkeit ergeben mich auf die Defense, die mir viel mehr Spaß gemacht hat, zu konzentrieren und ich begann, Linebacker zu spielen.

In den vielen folgenden Jahren bis zum Ende meiner aktiven Zeit als Football-Spieler habe ich zwar hin und wieder mal in der Offensive Line und dazwischen auch als Runningback ausgeholfen, bin unterm Strich jedoch der Defense treu geblieben. Meine Stammpositionen waren hier zumeist Linebacker, hin und wieder aber auch Defensive Tackle und Defensive End.

Meinen persönlichen Rekord innerhalb eines Spiels hatte ich in der Saison 2003 mit den Leonding Sharks – das waren 16 Solo-Tackles bei einem Spiel (40,5 in der Saison), ironischerweise hier in Amstetten gegen den damaligen Runningback der Thunderbolts, Ziya Caliskan.

Meine aktive Laufbahn habe ich nach der Silverbowl-Teilnahme 2010 beendet, weil das Team (Steelsharks) bereits länger ohne Defensive Coordinator war und mir bewußt war, dass ich die Leistung des Teams erhöhen kann, wenn ich die Defense nicht mit der eingeschränkten Sichtweise, die man durch einen Footballhelm hat, koordiniere, sondern von der Sideline aus.

Gabriel Toth Sideline

©Harald Trausner

 

2. Wie lang warst du nun bei den Steelsharks?
Von Beginn an. Ich habe 1999 die Leonding Sharks mitgegründet. 2005 haben wir uns mit den Linz Steelers zusammengeschlossen, so sind die Steelsharks entstanden. Von 1999 bis 2015 war ich auch in der Organisation aktiv – lange als Obmann-Stv. und Sportlicher Leiter Nachwuchs/Kampfmannschaft, aber auch in den Bereichen Web/Social Media und Newsletter/Werbung, sowie für diverse „Sonderprojekte“.

Gabriel Toth Steelsharks

©Harald Trausner

 

Das bekannteste Sonderprojekt dürfte wohl das „Einsteiger-Programm“ sein, welches ich bei den Steelsharks eingeführt (und anfangs lange selbst organisiert und gecoacht) habe. Diese Idee habe ich zwar nicht erfunden (sie stammt von AFBÖ Instructor Christian Sandner), jedoch so für die Steelsharks adaptiert, dass zuerst eine gewisse Eigendynamik entstanden ist und im Anschluss aus bleibenden Einsteigern und Nachwuchs-Spielern das Steelsharks Team II entstanden ist, das nun schon ein paar Division 4-Meisterschaften hinter sich hat.

3. Was hat dich nun zu der Veränderung beweget?
In den letzten paar Jahren hat sich meine Vorstellung über die Weiterentwicklung des Teams leider nicht mehr mit dem Weg gedeckt, den die Vereinsführung eingeschlagen hat. Wir haben uns sozusagen „auseinandergelebt“. Nichtsdestotrotz freue ich mich darauf, die Jungs der Steelsharks anzufeuern – zumindest solange wir nicht gegen sie spielen. 😉

4. Welche Aufgaben übernimmst du bei den Amstetten Thunder?
Meine Aufgabe hier wird es sein, die Defense zu koordinieren. In diesem Zusammenhang werde ich zwar zumeist das Coaching der Defensive Line selbst übernehmen, mich jedoch zeitweise auch bei den Linebackern und Defensive Backs mit einbringen.

Im Moment fungiere ich auch als Conditioning-Coach, um ein einheitliches Offseason-Programm ins Team zu installieren. Als Assistant-Headcoach vertrete ich noch Coach Woodruff in dessen Abwesenheit, erstatte ihm wöchentlich Bericht und spreche alle Schritte mit ihm ab.

Ziel ist es vorerst, vor allem den sportlichen Bereich der Offseason zu optimieren, um aus den einzelnen hervorragenden Talenten ein viel stärkeres Team zu machen und die Mannschaft nicht zuletzt hinsichtlich Professionalität auf den nächsten Level zu heben. Schließlich wird hier kaum jemand damit zufrieden sein, einfach nur Football zu spielen, ohne mehr zu erreichen und ein dauerhaft starkes Team aufzubauen.

Gabriel Toth

©Stefan Preis

 

5. Deine Chance Sachen los zu werden, die die Fragen nicht abdecken…
Obwohl ich zuerst vorhatte, eine mehrjährige Pause vom Football-Coaching einzulegen, bin ich sehr froh, mich am Ende anders entschieden zu haben. Ich wurde hier von der Organisation, den Coaches und den Spielern wirklich herzlichst aufgenommen, was für mich als Coach den größten aller Motivatoren darstellt. In diesem Sinne freue ich mich tierisch auf alles was wir gemeinsam erleben, auf die Beine stellen und von einander lernen werden.